Learning Space ExperiencesReallabore zur Transformation des Lernraums Hochschule

Ninnemann, Katja, Celik, Pelin, Piehl, Jona, Rubik, Lioba•Original ansehen
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Maya de: Stell dir eine Vorlesung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin vor. Die Stühle sind in Reihen geschraubt, der Beamer zeigt auf eine feste Wand, und die Professorin versucht, ein hybrides Seminar zu halten. Die Hälfte der Studierenden sitzt im Raum, die andere Hälfte ist per Videokonferenz zugeschaltet. Der Raum lässt es einfach nicht zu, was die Lehre eigentlich bräuchte. Emil: Katja Ninnemann und ihr Team an der HTW Berlin haben genau diesen Punkt zum Ausgangspunkt gemacht: Räume sind nicht neutral. Sie ermöglichen oder verhindern neue Lernkulturen. Der sogenannte Shift from Teaching to Learning, also der Wechsel von der Frontalvorlesung zu studierendenzentriertem Arbeiten, scheitert, wenn der Raum dagegen arbeitet. Maya de: Räume sind also gesellschaftliche Infrastruktur und nicht nur ein Verwaltungsproblem. Emil: Genau. Das Projekt Curriculum Innovation Hub, das kurz CIH genannt wird, hat an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zwischen zweiundzwanzig und fünfundzwanzig vier echte Modellräume gebaut, getestet und ausgewertet. Dies wurde gefördert durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Zwei sogenannte Flexible Learning Environments und zwei Active Learning Environments. Die Räume sollten vier Lernmodi abdecken: Input, Teamwork, Austausch und Diskussion. Plug and Play, USB-C, kein Techniker nötig. Maya de: Vier Räume klingen überschaubar. Was macht das zu einem Forschungsprojekt? Emil: Das Gedankenmodell dahinter. Ninnemann und Kolleginnen arbeiten mit der sogenannten DORT-Perspektive, das heißt Didaktik, Organisation, Raum und Technik. Man kann sich das vorstellen wie das Planen eines gemeinsamen Essens: die Didaktik ist das Menü, die Organisation ist der Zeitplan und die Gästeliste, der Raum ist der Tisch und die Technik sind die Kochutensilien. Alle vier müssen zusammenstimmen. Maya de: Und wer sitzt eigentlich am Tisch, wenn solche Räume geplant werden? Normalerweise sind es doch die Verwaltung und das Management — nicht die Studierenden. Emil: Das ist der entscheidende Punkt. Das Projekt hat bewusst auf Co-Design gesetzt. Co-Vision, Co-Design, Co-Produktion und Co-Evaluation sind die vier Phasen, die mit dem Nutzererfahrungsprozess nach der Norm DIN EN ISO 9241-210 verknüpft sind. Räume werden dabei als interaktive Systeme gedacht, wobei Anforderungen evidenzbasiert erhoben werden. Ninnemann beschreibt das als einen zeitintensiven Aushandlungsprozess, der jedoch notwendig ist, um ein hochschulweites Commitment zu erzeugen. Maya de: Zeitintensiv und mit Einschränkungen. Das Projekt benennt auch die Grenzen der Repräsentativität. Emil: Stimmt. Nicht alle Stimmen wurden gleich gehört. Aber die Richtung ist klar: Wenn Studierende und Lehrende tatsächlich mitgestalten, verschieben sich die Prioritäten. Maya de: Gut. Was passiert, wenn eine Hochschule einfach kein Budget für neue Räume hat? Emil: Da kommt der gesellschaftlich relevanteste Teil. Ninnemann verweist auf den Wissenschaftsrat, der im Jahr 2022 explizit Suffizienzstrategien im Hochschulbau fordert. Das bedeutet nicht mehr Fläche, sondern eine klügere Nutzung. Es geht darum, bestehende Räume umzufunktionieren, Mehrfachnutzung zu ermöglichen und Buchungssysteme anzupassen. Im Vergabeprozess des Projekts wurde Wirtschaftlichkeit mit nur zwanzig Prozent gewichtet, während Nachhaltigkeit, Modularität und Nutzendenakzeptanz zusammen mit achtzig Prozent zählten. Maya de: Das ist eine politische Aussage, die in eine Ausschreibung verpackt ist. Emil: Richtig. Deshalb ist das Workbook "Learning Space Experiences" mehr als ein Projektbericht. Es richtet sich an Hochschulakteurinnen und Hochschulakteure, also Fakultäten, Verwaltung, IT und Bauwesen, und bietet Reflexionsfragen entlang der DORT-Perspektive. Das Wissen aus einem konkreten Experiment ist auf andere Hochschulen übertragbar. Maya de: Bleibt die Frage, ob das skaliert. Das Projekt selbst lässt diese Frage offen. Emil: Es lässt sie offen, benennt sie aber gleichzeitig. Wenn öffentlich finanzierte Hochschulen ihre Räume gemeinsam und evidenzbasiert gestalten, verändert das laut dem Workbook nicht nur das Lernverhalten auf dem Campus. Es spiegelt wider, welche Werte eine Institution vertritt. Das reicht weit über die Architektur hinaus. Maya de: Diese Vorlesung wurde von ennepō erstellt. Besuche https://ennepo.ai, um die neueste Forschung in deinem Fachgebiet zu entdecken, zu erstellen und zu verfolgen. Lies, wann du kannst. Hör zu, wann du willst.
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Stell dir eine Vorlesung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin vor. Die Stühle sind in Reihen geschraubt, der Beamer zeigt auf eine feste Wand, und die Professorin versucht, ein hybrides Seminar zu halten. Die Hälfte der Studierenden sitzt im Raum, die andere Hälfte ist per Videokonferenz zugeschaltet. Der Raum lässt es einfach nicht zu, was die Lehre eigentlich bräuchte.

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Katja Ninnemann und ihr Team an der HTW Berlin haben genau diesen Punkt zum Ausgangspunkt gemacht: Räume sind nicht neutral. Sie ermöglichen oder verhindern neue Lernkulturen. Der sogenannte Shift from Teaching to Learning, also der Wechsel von der Frontalvorlesung zu studierendenzentriertem Arbeiten, scheitert, wenn der Raum dagegen arbeitet.

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Räume sind also gesellschaftliche Infrastruktur und nicht nur ein Verwaltungsproblem.

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Genau. Das Projekt Curriculum Innovation Hub, das kurz CIH genannt wird, hat an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zwischen zweiundzwanzig und fünfundzwanzig vier echte Modellräume gebaut, getestet und ausgewertet. Dies wurde gefördert durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Zwei sogenannte Flexible Learning Environments und zwei Active Learning Environments. Die Räume sollten vier Lernmodi abdecken: Input, Teamwork, Austausch und Diskussion. Plug and Play, USB-C, kein Techniker nötig.

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Vier Räume klingen überschaubar. Was macht das zu einem Forschungsprojekt?

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Das Gedankenmodell dahinter. Ninnemann und Kolleginnen arbeiten mit der sogenannten DORT-Perspektive, das heißt Didaktik, Organisation, Raum und Technik. Man kann sich das vorstellen wie das Planen eines gemeinsamen Essens: die Didaktik ist das Menü, die Organisation ist der Zeitplan und die Gästeliste, der Raum ist der Tisch und die Technik sind die Kochutensilien. Alle vier müssen zusammenstimmen.

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Und wer sitzt eigentlich am Tisch, wenn solche Räume geplant werden? Normalerweise sind es doch die Verwaltung und das Management — nicht die Studierenden.

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Das ist der entscheidende Punkt. Das Projekt hat bewusst auf Co-Design gesetzt. Co-Vision, Co-Design, Co-Produktion und Co-Evaluation sind die vier Phasen, die mit dem Nutzererfahrungsprozess nach der Norm DIN EN ISO 9241-210 verknüpft sind. Räume werden dabei als interaktive Systeme gedacht, wobei Anforderungen evidenzbasiert erhoben werden. Ninnemann beschreibt das als einen zeitintensiven Aushandlungsprozess, der jedoch notwendig ist, um ein hochschulweites Commitment zu erzeugen.

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Zeitintensiv und mit Einschränkungen. Das Projekt benennt auch die Grenzen der Repräsentativität.

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Stimmt. Nicht alle Stimmen wurden gleich gehört. Aber die Richtung ist klar: Wenn Studierende und Lehrende tatsächlich mitgestalten, verschieben sich die Prioritäten.

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Gut. Was passiert, wenn eine Hochschule einfach kein Budget für neue Räume hat?

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Da kommt der gesellschaftlich relevanteste Teil. Ninnemann verweist auf den Wissenschaftsrat, der im Jahr 2022 explizit Suffizienzstrategien im Hochschulbau fordert. Das bedeutet nicht mehr Fläche, sondern eine klügere Nutzung. Es geht darum, bestehende Räume umzufunktionieren, Mehrfachnutzung zu ermöglichen und Buchungssysteme anzupassen. Im Vergabeprozess des Projekts wurde Wirtschaftlichkeit mit nur zwanzig Prozent gewichtet, während Nachhaltigkeit, Modularität und Nutzendenakzeptanz zusammen mit achtzig Prozent zählten.

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Das ist eine politische Aussage, die in eine Ausschreibung verpackt ist.

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Richtig. Deshalb ist das Workbook "Learning Space Experiences" mehr als ein Projektbericht. Es richtet sich an Hochschulakteurinnen und Hochschulakteure, also Fakultäten, Verwaltung, IT und Bauwesen, und bietet Reflexionsfragen entlang der DORT-Perspektive. Das Wissen aus einem konkreten Experiment ist auf andere Hochschulen übertragbar.

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Bleibt die Frage, ob das skaliert. Das Projekt selbst lässt diese Frage offen.

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Es lässt sie offen, benennt sie aber gleichzeitig. Wenn öffentlich finanzierte Hochschulen ihre Räume gemeinsam und evidenzbasiert gestalten, verändert das laut dem Workbook nicht nur das Lernverhalten auf dem Campus. Es spiegelt wider, welche Werte eine Institution vertritt. Das reicht weit über die Architektur hinaus.

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Diese Vorlesung wurde von ennepō erstellt. Besuche https://ennepo.ai, um die neueste Forschung in deinem Fachgebiet zu entdecken, zu erstellen und zu verfolgen. Lies, wann du kannst. Hör zu, wann du willst.

Quellen und Lizenz

  1. Quelle: Learning Space Experiences: Reallabore zur Transformation des Lernraums HochschuleNinnemann, Katja, Celik, Pelin, Piehl, Jona, Rubik, LiobaHochschulbibliothek der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, 2025DOI: 10.34702/opus4-2088CC-BY-SA 4.0

KI-generierte Vorlesung von ennepō.ai, adaptiert aus der obigen Quelle – umstrukturiert, zusammengefasst und erläutert. Nicht von den Autorinnen und Autoren autorisiert.

Diese Vorlesung (Skript und Audio) steht unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

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